Das Geschwindigkeitsfilter SHIP (Separator for Heavy Ion Reaction Products) entstand in den GSI-Anfangsjahren als eine der zentralen Experimentieranlagen am Schwerionenbeschleuniger UNILAC. Im März dieses Jahres konnte es auf ein erfolgreiches 50-jähriges Betriebsjubiläum zurückblicken. Zahlreiche bedeutende wissenschaftliche Ergebnisse wurden in diesem Zeitraum erzielt, darunter die Entdeckung der Elemente Z = 107 (Bohrium) bis Z = 112 (Copernicium), die Entdeckung der Grundzustands-Protonenradioaktivität, die Entdeckung neuer exotischer Atomkernstrukturen (K-Isomere) in schwersten Atomkernen, bahnbrechende Untersuchungen zur vollständigen und unvollständigen Fusion schwerer Atomkerne, Untersuchungen der Kernstruktur, direkte Messung der Massen und atomphysikalische Untersuchungen mittels Laserspektroskopie schwerster Atomkerne. Im Vortrag werden die Entstehungsgeschichte von SHIP und die Glanzpunkte wissenschaftlicher Forschung präsentiert.
Dr. Fritz Peter Heßberger studierte Physik an der Technischen Hochschule Darmstadt (heute TU Darmstadt) und schloss im Jahr 1978 mit dem Diplom ab. Im Anschluss war er in der Kernenergieversuchsanlage Karlstein am Main der Kraftwerk Union tätig, bevor er im Jahr 1979 zu GSI in den Bereich "Kernchemie II" (heute "SHE-Physik"/Physik der superschweren Elemente) wechselte. Im Jahr 1985 erwarb er seine Promotion an der Technischen Hochschule Darmstadt. Von 2009 bis 2015 leitete er die Abteilung SHE-Physik bei GSI und war Leiter der Sektion SHE-Physik am Helmholtz-Institut Mainz.
Fotos: A. Zschau, GSI/FAIR; privat